MARIN Wasserbehandlung GmbH Start Vorstellung Themen Dosierprodukte Anlagentechnik Schulungen Impressum Gefährdungsbeurteilung Downloads VDI 2047-2 42. BImSchV

 Enthärtungsanlagen

 

Unsere Enthärtungsanlagen arbeiten nach dem Ionenaustauschverfahren. Die

funktionellen Gruppen sind Natriumsalze einer Sulfonsäure -SO3Na, gebunden an eine

vernetzte organische Matrix. Bei dem Austauschvorgang werden sämtliche im Wasser

enthaltenen Kationen, v.a. die sog. Härtebildner Calcium- und Magnesium- gegen

Natriumionen ausgetauscht, während Anionen am Austauschvorgang nicht teilnehmen.

Der Gesamtsalzgehalt und der pH-Wert bleiben daher praktisch unverändert. Nach

Erschöpfung der Austauschkapazität des Harzes erfolgt eine Regeneration im

Automatikbetrieb, wobei die Austauschreaktion durch Spülung mit einer Kochsalzlösung

umgekehrt wird.

 

 Matrix - (SO3Na)2 + Ca2+ = Matrix - (SO3)2Ca + 2 Na+

Die Regenerationsauslösung kann zeit-, mengen- oder qualitätsabhängig erfolgen. Bei

industriellen Anlagen und konstanter Rohwasserqualität wird gewöhnlich die

mengenabhängige Regenerationsauslösung gewählt, wobei eine Resthärtemessung

mittels Prozesstitrator als Qualitätsüberwachung eingesetzt werden kann. Bei

wechselnden Rohwasserqualitäten empfehlen wir eine qualitätsabhängige

Regenerationsauslösung. Die Regeneration erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen im

Gegenstrom. Standardmäßig werden hochwertige Ionenaustauscherharze

monosphärischer Qualität verwendet.

Diese Harze ermöglichen eine fast vollständige Beladung bis zum Härtedurchbruch, eine

optimale Regeneriermittelausnutzung und eine um ca. 30 % geringere Spülwassermenge

im Vergleich zu herkömmlichen Enthärtungsanlagen.

Bei durchschnittlichen Wasserqualitäten beträgt die Abwassermenge nur ca. 1 % der

erzeugten Reinwassermenge. Die unter strengen Qualitätsnormen hergestellten

Composite-Druckbehälter mit PE-Innenverkleidung genügen chemisch, mechanisch und

hygienisch höchsten Ansprüchen. Sie sind beständig im Sinne des deutschen

Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes und für Betriebstemperaturen bis 50 °C

und Betriebsdrücken bis 10 bar ausgelegt. Die Lebensdauer bei Druck - Entspannung im

Bereich von 0 bis 10,5 bar beträgt mind. 250 000 Zyklen.

Für die Steuerung des Betriebs- und Regenerationsablaufes bestehen verschiedene

Optionen. Vorzugsweise werden über eine Folientastatur programmierbare

Mikroprozessorsteuerungen mit dauerhafter Speicherung der Betriebsdaten im EEPROM

eingesetzt. Die Ventilschaltung von Betrieb und Regenerationsstufen erfolgt bei

Verrohrungsnennweiten bis DN 65 durch Rotguss-Zentralsteuerventile, die optional

vernickelt werden können. Ab Nennweite 80 werden pneumatisch gesteuerte 2/2-

Wegeventile (Fabr. Gemü) eingesetzt. Die Ventile sind übersichtlich auf einer

pulverbeschichteten Stahlrahmenkonstruktion montiert.

Anwendungsbereiche

Trinkwasseraufbereitung bei hartem Wasser. Trinkwasser mit hohem Gehalt an

Erdalkaliionen (in der Regel ab 2,5 mol/m3, entspr. einem sog. Härtegrad von 14 °dH)

neigen zur Wassersteinbildung in Versorgungsleitungen, Warmwassererzeugern und

sanitären Einrichtungen. Für die Trinkwasserversorgung in größeren Gebäuden ist daher

eine Enthärtung mit Verschneidung auf mind. 1,5 mol/m3 zu empfehlen.

Speisewasseraufbereitung für Dampferzeuger. Beim Kesselbetrieb für Dampferzeugung

ist die Betriebsweise mit erdalkalifreiem Wasser im Interesse einer ablagerungsfreien

Betriebsweise zwingend vorgeschrieben. Wenn auf Grund hoher Alkalität im Rohwasser

eine wirtschaftliche Eindickung nicht betrieben werden kann, ist zusätzlich eine

Entcarbonisierung vorzuschalten.

Speisewasser für Heißwasserkreisläufe. Zur Vermeidung von Steinbildung in

Warmwasserheizanlagen ist das Speisewasser gem. Richtlinie VDI 2035 in Abhängigkeit

von Kesselleistung und Steinbildungstendenz aufzubereiten.

Eine kostengünstige Maßnahme ist dabei die Enthärtung. Bei hohen Salzgehalten im

Rohwasser ist eine Entsalzung, z.B. durch Umkehrosmose vorzuziehen.

Speisewasseraufbereitung für Rückkühlwerke und Luftwäscher. Der entscheidende

Kostenfaktor bei dem Betrieb von Rückkühlwerken und Luftwäschern ist der Verbrauch

(die Verschwendung) von Wasser und Abwasser. Enthärtetes Wasser erlaubt in der Regel

den Betrieb mit höherem Eindickungsfaktor. Mittels einer Verschneidevorrichtung muss

das Speisewasser auf ein Optimum zwischen Ablagerungstendenz und Korrosivität

eingestellt werden. Rohwässer mit hoher Alkalität sollten aus wirtschaftlichen Gründen

eher entcarbonisiert oder entsalzt werden.

Enthärtung als Vorstufe zur Umkehrosmose. Die Umkehrosmose ist ein technisch wenig

aufwendiges Entsalzungsverfahren, bei dem das Speisewasser aufkonzentriert wird. Die

vorgeschaltete Enthärtung zur Vermeidung von Kalkablagerungen auf der

Membranoberfläche erlaubt eine hohe Aufkonzentrierung (Permeatausbeute) und daher

geringe Abwasserkosten. Ein weiterer Vorteil: Entfernung von Bariumionen, die schon in

Spuren schwerlösliche Bariumsulfatablagerungen verursachen können.

Prozess- und Spülwasser. Für das Prozessbäder und für Spülwässer, z.B. in der

Oberflächenbehandlung von Metallen (Entfettungs- und Phosphatieranlagen) genügt

enthärtetes Wasser oftmals den geforderten Qualitätsansprüchen.

 

 

UMKEHROSMOSEANLAGEN KIESFILTERANLAGEN UV ENTKEIMUNGSANLAGEN ENTHÄRTUNGSANLAGEN ENTCARBONISIERUNGSANLAGEN